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Energie haben, ohne die Welt zu belasten, das ist seit über 40 Jahren das grosse Ziel von Unternehmer und Wissenschaftler Prof. Dr. Urs Weidmann. Und dafür ist er einen weiten Weg gegangen.

Den Grundstein für seine Energielösung hat Urs Weidmann nach seiner Matur 1974 mitten in der Erdölkrise gelegt. Dass die Schweiz damals zu 70 Prozent von Öl abhängig war, hat ihn aufgerüttelt und veranlasst, nach einer besseren, zuverlässigeren Energiequelle zu forschen. Deshalb hat er an der ETH Elektroingenieur studiert und ist Direktionsassistent und wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Paul Scherrer Institut geworden. Im Forschungszentrum für Natur- und Ingenieurswissenschaften war es seine Aufgabe zu entscheiden, wo der schweizerische Steuerfranken in der Energieforschung optimal eingesetzt wird.

Lebensthema «Ablösung von Erdöl»

Nach vier Jahren zog Weidmann Bilanz und kam zum Schluss, dass erstens die Kernenergie in der Schweiz aus wirtschaftlichen Gründen keine Zukunft hat und zweitens die Energiewirtschaft besser über die Finanzierung als über die Wissenschaft zu beeinflussen ist.

So begann er 1983, bei der Credit Suisse zu arbeiten, absolvierte im Bankwesen seine dritte Ausbildung, reiste nach Amerika und realisierte dort das weltweit erste grosse Geothermiekraftwerk.

Zurück in der Schweiz stellte er fest, dass Forscherinnen und Forscher im Land zwar sein Lebensthema «Ablösung von Erdöl» bearbeiten, aber – wie er findet – zu einseitig. Noch heute steht Wasserstoff fast ausnahmslos im Zentrum der Forschung. Weidmann hingegen setzt auf Methanol, ein weitaus ungefährlicherer Energieträger und in der Handhabe, der Speicherung und beim Transport dem Wasserstoff um Längen voraus.

Die eigene Idee, einen CO2-neutralen Energiekreislauf auf Basis von Methanol umzusetzen, war Ende der Neunzigerjahre noch zu teuer. Erst der Reaktorunfall in Fukushima und die energiepolitische Wende gaben den nötigen Impuls für die Firmengründung von Silent-Power. So hat Weidmann 2012 in Cham sein Labor eröffnet und bis Ende 2019 bereits 34 Millionen Franken investiert – immer mit dem Ziel, die Energiewirtschaft mit einem Umstieg auf Methanol (M99) zu revolutionieren. Kernstück ist das Minikraftwerk «Econimo». Es wandelt die flüssige Energie aus M99 in Strom um und produziert gleichzeitig Warm- und Kaltwasser fürs Gebäude.

2015 hat er die Idee vom Minikraftwerk seinen Investoren präsentiert. Heute blickt er stolz auf seine drei Econimos. Eines ist bei den Wasserwerken Zug im kommerziellen Betrieb.

Methanol als Energieträger

Wichtige Etappen hat er schon geschafft. Sein Minikraftwerk ist serientauglich und strahlt in einem modernen Design. Auch den letzten Makel hat er weggeputzt. Während andere Staaten, wie Qatar oder China, das Methanol aus Erdgas oder Kohle herstellen, fischt er Kohlendioxid aus der Umwelt und gewinnt so aus CO2, Wasser und ökologisch erzeugtem Strom synthetisches Methanol. Dieses Methanolverfahren hat der ungarische Nobelpreisträger George Andrew Olah entdeckt. Seither plädiert Weidmann für Methanol als Energieträger.

Sobald er mit seinem Minikraftwerk das Wundermittel Methanol salonfähig machen kann, hat es in der Schublade von Urs Weidmann schon konkrete Folgepläne: Sämtliche Fahrzeuge mit diesem umweltfreundlichen Energieträger zu betreiben – vom Töffli bis zum LKW. Mit diesem Wandel kann er seine über 40-jährige Vision von der Abkehr vom Erdöl vollends in die Tat umzusetzen.