FAQ – Frequently Asked Questions

 

Synthetische Herstellung von Methanol aus CO2, H2O und elektrischem Strom

1) Woher kommt das CO2?

Am einfachsten wird das CO2 da eingesammelt, wo es konzentriert anfällt :
– Abgase bei Verbrennungsprozessen (z.B. Kohlekraftwerke, Verbrennungsmotoren, Kehrrichtverbrennungsanlagen)
– Sammeln der Abgase (CO2, H2O) beim Betrieb der ECONIMO Geräte
– in Biogasanlagen wird etwa gleichviel CO2 produziert wie CH4 (Methan).
CO2 kann auch dezentral in ausreichenden Mengen aus der Luft extrahiert werden (z.B. http://www.climeworks.com/)
Bei der gegenwärtig nach Plan etwa 5000 t/y Methanol produzierenden Testanlage in Island (www.carbonrecycling.is) wird das CO2 aus dem geothermisch geförderten Wasser gewonnen (Mineralwasser).

2) Wie gross ist der Wirkungsgrad?

Bei der Testanlage in Island wird ein Wirkungsgrad bei der Umwandlung von elektrischem Strom in
Methanol gespeicherter Energie von über 60% erreicht. Der limitiernde Faktor ist die Elektrolyse von H2O. Dieser liegt aus wirtschaftlichen Gründen bei etwa 70%, da sich bei grösserer Ausbeute das Elektrodenmaterial zu schnell verbraucht.
Gegenwärtig werden weltweit intensiv neue Elektrolyseverfahren entwickelt, welche höhere Wirkungsgrade bei tieferen Kosten erwarten lassen.

3) Ist der Strom für die Herstellung von Methanol „sauber“?

Der Strom für die künftige Herstellung von unserem M99 Methanol wird aus erneuerbaren Energiequellen wie etwa Windkraft, Photovoltaikanlagen, Wellenkraftwerken oder Geothermie kommen.

Stromerzeugung aus Methanol

1) Welche Möglichkeiten gibt es, aus Methanol Strom zu erzeugen?

Methanol eignet sich für die Stromproduktion mittels
– Kolbenmotoren, wie sie gegenwärtig auch für Blockheizkraftwerke verwendet werden – mit Gas
oder Diesel als Brennstoff
– Gasturbinen
– Brennstoffzellen
– thermophotovoltaische Wandler

2) Wie funktioniert die thermophotovoltaische Konversion von Methanol zu Strom?
Methanol wird mit Sauerstoff (aus der Luft oder angereichert) an der Vorderseite eines geeignet beschichteten Trägers (z.B. Keramikplatte) katalytisch zersetzt. Die freiwerdende Energie wird möglichst vollständig dem Träger zugeführt, welcher Temperaturen bis etwa 1500 Grad C erreichen kann. Die Rückseite des Trägers ist mit einem selektiv emittierenden Material beschichtet, welches vor allem im nahen Infrarot um 1 Mikrometer Wellenlänge abstrahlt. Diese Strahlung wird anschliessend durch photovoltaische Zellen mit einem hohen Wirkungsgrad in elektrischen Strom umgewandelt.

Eigenschaften von Methanol

1) Ist Methanol giftig?

Alle Alkohole, auch der Trinkalkohol Ethanol, sind giftig.
Im Umgang mit Methanol sind ähnliche Vorsichtsmassnahmen zu beachten wie z.B. im Umgang mit Benzin. Beide Substanzen sind brennbar, unter gewissen Umständen explosiv und haben schwere gesundheitliche Schädigungen zur Folge, wenn sie eingenommen werden. Bei Methanol ist im Gegensatz zu Benzin zu beachten, dass die Flamme farblos brennt, dass das Einnehmen von Methanol zur Erblindung führen kann und dass sich Methanol gut mit Wasser mischt, also nicht durch einen Abscheider getrennt werde kann. Detaillierte Informationen bezüglich Eigenschaften und Sicherheit im Umgang mit Methanol sind zusammengestellt auf – www.methanol.org.

Econimo-Minikraftwerk

1) Welche Standorte eignen sich für unsere Econimo-Minikraftwerke?

Unsere Econimo-Minikraftwerke eignen sich beispielsweise für Mehrfamilienhäuser in der Grösse von 10–15 Familien, für Schulen, Hotels, Spitäler, Altersheime, Bürogebäude, Gewächshäuser oder Fernwärmeverbünde und ähnliche Energieverbraucher.

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